Ein Holzofen im Niedrigenergie- oder Passivhaus

Moderne Bauweisen, wie Niedrigenergie- oder Passivhäuser, sind darauf ausgelegt, die Heizkosten möglichst gering zu halten, indem die Gebäudehülle luftdicht gestaltet und damit gut gedämmt ist.

Kann eine Feuerstätte auch in so gut gedämmte Gebäudekonzepte integriert werden?

Ja, sogar ziemlich gut. In modernen Niedrigenergie- oder Passivhäusern ist der Wärmebedarf insgesamt geringer. Der Heizbedarf durch andere Quellen wird durch den Ofen im Maße seiner gewünschten Wärmeleistung zusätzlich verringert. Eine Holzfeuerung stellt daher eine clevere Ergänzung zum Wärmekonzept dar und sorgt für ein unvergleichlich angenehmes und gesundes Raumklima.

Welche Infrastruktur braucht mein Bauwerk für eine Holzfeuerstätte? Und was muss ich beachten? 

1. Die wichtigste Voraussetzung für den Betrieb einer Holzfeuerstätte ist ein Schornstein, der in seiner Dimensionierung und Funktion individuell auf die Feuerstätte abgestimmt ist. Dieser kann entweder bereits beim Neubau direkt mit eingeplant oder auch später noch nachgerüstet oder angepasst werden.

2. Das zweite Erfordernis ist die Verbrennungsluftversorgung der Feuerstätte. Hier gibt es zwei grundlegende Konzepte, die jeweils folgendes erfordern:

a) Raumluftabhängig – Verbrennungsluft wird aus dem Wohnraum oder über eine zusätzliche Verbrennungsluftleitung aus dem Freien zugeführt. Wird die Feuerstätte raumluftabhängig und in Kombination mit einer Wohnungslüftungsanlage betrieben, werden entsprechende Sicherheitseinrichtungen (z.B. Differenzdruckmessung) benötigt, um einen gefahrlosen Betrieb zu gewährleisten.

b) Raumluftunabhängig – Hier erfolgt die Verbrennungsluftversorgung über eine externe Leitung. Eine erhöhte Dichtheits-Anforderung an die Feuerstätte bis zu 8 Pa wird erfüllt.

3. Außerdem wichtig ist, dass der Ofen an den individuellen Wärmebedarf angepasst ist. Gut gedämmte Gebäudekonzepte haben einen deutlich niedrigeren Wärmebedarf. Damit die Wärmeleistung des Ofens zu dem Wärmebedarf passt, ist bei der Planung einer Holzfeuerstätte die korrekte Dimensionierung wichtig. Der Wärmebedarf ergibt sich aus den zu beheizten Raumflächen, dem Wärmedurchgang der Außenwände und daraus, mit welchen anderen Wärmequellen er kombiniert wird.

Damit die aus dem Verbrennungsprozess gewonnene Wärme nicht sofort auf einen Schlag an den Raum abgegeben wird und den Raum überhitzt, sondern bedarfsgerecht über viele Stunden hinweg, empfiehlt sich ein Ofen mit Speichermasse aus Schamotte.

Die Wärme wird darin zunächst eingespeichert und dann gleichmäßig über einen langen Zeitraum hinweg wieder abgegeben. Dadurch entsteht ein angenehmes und gesundes Raumklima.

Wie gehe ich das Projekt Ofen am besten an?

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