Mit Holz feinstaub-arm heizen – das geht!

Das Thema Feinstaub ist gerade in aller Munde.

Immer wieder werden häusliche Holzöfen dafür verantwortlich gemacht, einen großen Anteil des in Deutschland anfallenden Feinstaubs zu verursachen. Doch was ist wirklich dran? 

Tatsächlich anfallender Feinstaub durch Holzfeuerungen 

Um die durch Holzöfen verursachte Menge an Feinstaub einordnen zu können, müssen wir diese in Relation zur anfallenden Gesamtmenge setzen.

Betrachtet man den gesamten Ausstoß an Feinstaub (Partikelgröße PM10) in Deutschland, werden rund 90% Prozent durch den Verkehr, die Landwirtschaft und der Industrie verursacht und gerade einmal 10% durch private Haushalte. Von diesen 10% gehen ca. 8-9% von Holzfeuerungen aus.

Wenn in den Medien davon gesprochen wird, dass Holzfeuerungen einen Großteil des Feinstaubs verursachen, bezieht sich das also nicht auf den gesamten Ausstoß, sondern auf den der privaten Haushalte.

Was aber durchaus stimmt: Beim Thema „Heizen mit Holz“ können wir noch einen großen Beitrag zur Reduzierung der Feinstaub-Emissionen leisten.

Bedeutet das die Abschaffung von Holzfeuerstätten?

Nein, aber einen verantwortungsbewussten Umgang!

Vor allem alte Holzöfen verursachen viele Emissionen. Deshalb wurde gesetzlich eine Regelung auf den Weg gebracht, die zur Modernisierung bzw. zum Austausch alter Holzheizungen zwingt.

Seit der Einführung des Gesetzes 2010 konnten so bereits ein deutlicher Rückgang der durch Holzfeuerstätten verursachten Feinstaub-Emissionen erreicht werden, um circa 30%.

Dies belegen sowohl die Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV-Statistik) als auch Berechnungen des Umweltbundesamtes.

Da weitere vier Millionen Einzelraumfeuerstätten bis zum Jahr 2024 von der Nachrüst- bzw. Austauschregelung der 1. BImSchV betroffen sind, ist auch in den kommenden Jahren ein zunehmender Rückgang der Emissionen aus Holzfeuerungen zu erwarten.

Was können Nutzer tun?

Da der meiste Feinstaub in den Phasen des Ab- und Ausbrands verursacht wird, sollte bei der Wahl des Ofens darauf geachtet werden, dass er lange Heizintervalle hat. Gewährleistet ist dies bei Öfen mit Speichermasse, vorzugsweise aus Schamotte. Sie speichern die Wärme über viele Stunden hinweg ein, sodass oft ein bis zwei Ab- und Ausbrände pro Tag genügen. 

Darüber hinaus kann jeder Ofenbesitzer einen Beitrag zur Reduzierung der Feinstaub-Emissionen leisten, indem er beim Betrieb ein, zwei, drei wichtige Dinge beachtet: 

  1. Nur naturbelassenes, trockenes Brennholz aus verantwortungsvollen Quellen nutzen
  2. Beim Betrieb die Hinweise des Herstellers beachten 
  3. Eine optimierte Luftzufuhr, am besten durch eine automatische Ofensteuerung, sicherstellen

Fazit

Heizen mit Holz verursacht Feinstaub, der Ausstoß lässt sich aber auf ein vertretbares Minimum reduzieren.
Heizen mit Holz kann dann durchaus als nachhaltig bezeichnet werden.

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie Du möglichst nachhaltig mit Holz heizt?
Nähere Informationen dazu findest Du hier.